Psychische Belastung in einer Beziehung

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Psychische Belastung in der Beziehung – wenn der Alltag zu schwer wird

Sie fühlen, dass Sie sich immer weiter voneinander entfernen, und sind unglücklich in Ihrer Beziehung? Die psychische Belastung in Form von unverarbeiteten Emotionen und Stress ist ein stiller Beziehungskiller, der schleichend um sich greift. Dafür gibt es viele Gründe, die beispielsweise in vergangenen Verletzungen oder auch in den Divergenzen Ihrer Kommunikationsstile liegen können. In den meisten Fällen passiert die Entfernung voneinander unbemerkt, und zwar so lange, bis die Distanz spürbar wird und jegliche Nähe fehlt.

Warum ist psychische Belastung eine Herausforderung für die Beziehung?

Seelischer Stress erzeugt bei jedem Menschen eine andere Reaktion. Einige ziehen sich zurück, andere reagieren gereizt und sind schlichtweg überfordert, während sich die Belastung bei manchen Menschen auch in einer erhöhten Bedürftigkeit äußert. Besonders belastend wird die Situation, wenn Sie und Ihr Partner sich gleichzeitig am Limit des Möglichen befinden und wenn sich beide überlastet fühlen. An diesem Punkt möchte ich Ihnen die typischen Anzeichen psychischer Belastungen in Beziehungen in Kürze aufzeigen. Ernst nehmen sollten Sie die nun folgenden Signale – an sich selbst und an Ihrem Partner.

  • ständige Erschöpfung und/oder Gereiztheit
  • Kommunikationsabbrüche oder häufige Streitspiralen
  • das Gefühl, "alles alleine tragen zu müssen"
  • emotionale Distanz oder fehlende Intimität
  • Schuldgefühle oder Überverantwortung

Was hilft Ihnen, wenn Sie sich in diesem Kreislauf befinden und die psychische Belastung in der Beziehung oder Ehe nicht mehr ertragen können und wollen? Wichtig ist, dass Sie den Anfängen wehren und frühzeitig reagieren, wenn Sie sich mental belastet fühlen. Die nun folgenden Punkte können dabei helfen, eine Distanzvergrößerung zu vermeiden und wieder neu zueinanderzufinden.

Sprechen Sie frühzeitig und ehrlich über Ihr Gefühl der psychischen Belastung. Schweigen verschärft den Konflikt und führt in die Distanz, während offene Gespräche Ihre Verbindung stärken können.

Finden Sie gemeinsame Lösungen und vermeiden Sie Schuldzuweisungen. Die Konstellation "Wir gegen das Problem" ist konstruktiver als die Aussage "Du machst".

Wenn die Fronten bereits verhärtet sind und die psychische Belastung vorangeschritten ist, sollten Sie eine professionelle Beratung in Betracht ziehen. Meine Paarberatung hilft Ihnen, ritualisierte Muster zu verstehen und sie zu durchbrechen.

Nehmen Sie die Selbstfürsorge ernst. Nur wenn Sie selbst stabil und mit sich zufrieden sind, wirkt sich das stärkend auf Ihre Beziehung aus und bringt Sie in die Lage, die Auswirkungen einer psychischen Belastung zu umgehen.

 

Wenn Liebe schwer wird

Sie lieben Ihren Partner, doch Sie fühlen auch, dass der Alltag fast alle positiven Gefühle aufzufressen scheint. Wird die Liebe schwer, weil Sie sich häufig streiten und sich immer mehr voneinander entfernen, kann dies zu starken psychischen Belastungen führen. Angstzustände, Depressionen und Schlafstörungen bis hin zum Verlust Ihres Selbstwertgefühls können in der Folge auftreten. Daraus entsteht das Risiko, dass Sie sich sozial isolieren und im schlimmsten Fall sogar kognitive Verzerrungen erleben und nicht mehr wissen, ob man Ihnen freundlich gesonnen ist oder ob Ihr Gegenüber eine Gefahr für Sie darstellt. Wird die Liebe schwer und Sie fühlen sich verwirrt und alleingelassen, sollten Sie als Paar professionelle Hilfe suchen und mit Unterstützung herausfinden, ob Sie weiter zusammen sein möchten oder ob eine Trennung der bessere Schritt für Ihr seelisches Wohlbefinden wäre.

Emotional überlastet in der Beziehung

Um die Folgen einer emotionalen Belastung in der Beziehung zu umschiffen, müssen Sie Grenzen setzen und Ihre Emotionen deutlich kommunizieren. Sie verspüren weniger Zuneigung, fühlen sich zurückgestellt und alleingelassen? Oder können selbst nur schwer über Ihre Gefühle sprechen? Das führt perspektivisch zu einer psychischen Belastung, die ein Gefühl der Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit nach sich zieht. Ist dieser Punkt erreicht, können selbst kleine Meinungsverschiedenheiten in heftigen Auseinandersetzungen bis hin zu handfesten Streits enden. Sie sind leicht reizbar und verspüren keine Lust mehr auf gemeinsame Aktivitäten mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin. Meine Paartherapie kann Sie dabei unterstützen, neu zueinanderzufinden und die Auswirkungen der psychischen Belastung zu reduzieren und sie letztendlich aufzulösen.

Wie äußere Belastungen Partnerschaften beeinflussen

Auch Belastungen von außen, zum Beispiel Ärger mit dem Ex-Partner oder zu viel Arbeit und Geldsorgen eines Partners, können die Beziehung negativ beeinflussen. All diese und weitere Beispiele führen zu erhöhtem Stress, der in einer Partnerschaft automatisch auf den Partner oder die Partnerin übertragen wird. Erhöhte Anspannung und ein höheres Konfliktpotenzial sind die Folgen äußerer Belastungen, über die Sie mit Ihrem Partner nicht offen kommunizieren. Dazu kommt, dass dieser Stress die emotionale Nähe und die Intimität einschlafen lässt. Vermeiden Sie, Erwartungen nicht auszusprechen und diese sprichwörtlich in sich hineinzufressen. Denn letztendlich explodiert "der Vulkan" und Ihr aufgestauter Frust prallt auf Ihren Partner ein und trifft ihn noch stärker als die eigentlichen Belastungen von außen.

Wie Paare offen über psychische Belastungen sprechen können

Geduld ist die Grundlage aller Gespräche, die Sie mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin über psychische Belastungen führen möchten. Auch wenn es heißt, den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht, sollten Sie ein derartiges Gespräch in Ruhe und nie zwischen Tür und Angel führen. Hören Sie aktiv zu, lassen Sie Ihr Gegenüber ausreden und vermeiden Sie jegliche Form der Schuldzuweisung. Sprechen Sie am besten in der Ich-Form und somit über Ihre eigenen Gefühle. Vorwürfe in der Du-Form bewirken das Gegenteil und führen perspektivisch dazu, dass Ihr Partner überfordert wird und im schlimmsten Fall dichtmacht. Formulieren Sie Ihre Worte offen und ehrlich, stellen Sie Fragen und denken Sie daran, dass Ihr Partner ebenfalls ein verletzliches Wesen ist. Wenn jegliche Kommunikation stagniert, helfe ich Ihnen als Coach gerne weiter und bringe Sie in meiner Funktion als Mentor ins gemeinsame Gespräch.

Wo endet Belastung und wo beginnt seelischer Missbrauch?

Während die Wunden körperlicher Gewalt mit der Zeit verheilen, bleiben seelische Wunden oft ein Leben lang erhalten. Der Grat zwischen seelischer Belastung und seelischem Missbrauch ist schmal und für Außenstehende oftmals nicht erkennbar. Fühlen Sie sich ausgenutzt, ungeliebt und mental missbraucht, sollten Sie unbedingt Hilfe in Anspruch nehmen und sich mit einer unparteiischen Person unterhalten. Als Paarcoach helfe ich Ihnen und gebe Ihnen wertvolle Tipps, die Sie im Alltag zur Wiederherstellung Ihres eigenen Selbstwertgefühls umsetzen können. Werden Sie bereits seelisch missbraucht, ist eine Trennung der einzig richtige Schritt, den Sie gehen können und den ich Ihnen empfehle.

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